29. SSW bis 40. SSW: Was passiert im letzten Schwangerschaftstrimester?

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In diesem Artikel erfährst Du folgendes

Das dritte Schwangerschaftstrimester

 

Das letzte Schwangerschaftsdrittel, Endspurt! Es ist wohl das aufregendste Trimester, denn es endet mit dem Höhepunkt der Schwangerschaft: Der Geburt deines Kindes. In diesem Artikel beantworten wir dir die häufigsten Fragen rund um die 29. SSW bis zur 40. SSW: Wie entwickelt sich der Fötus?

 

Die Schwangerschaftstrimester im Überblick:

 

Um in der Schwangerschaft den zeitlichen Überblick zu behalten und zu wissen, in welchem Entwicklungsstatus das Baby ist, spricht man von Schwangerschaftswochen (1. SSW bis 40. SSW) oder von Schwangerschaftstrimestern (erstes bis drittes Schwangerschaftstrimester):

 

  • Erstes Trimester: 1. bis 12. SSW
  • Zweites Trimester: 13. bis 28. SSW
  • Drittes Trimester: 29. bis 40. SSW

 

 

„Wie entwickelt sich der Fötus im dritten Schwangerschaftstrimester?“

 

Im dritten und letzten Schwangerschaftstrimester steigt die Aufregung: Das Baby in deinem Bauch ist bereits voll entwickelt und lebensfähig. Vor der 37. SSW gilt es zwar noch als Frühchen, aber medizinische Maßnahmen können den Start ins Leben bei einer vorzeitigen Geburt in der Regel erfolgreich unterstützen.

 

Das Kind ist seit der 25. SSW bereits offiziell mit allem ausgestattet ist, was es zum Überleben außerhalb des Mutterleibes braucht: Gehirn, Nervensystem und Organe sind voll entwickelt, Greif- und Schluckreflexe sind perfektioniert. Trotzdem ist das dritte Trimester für das Baby essenziell, um an Größe und Gewicht zuzulegen.

 

Bis zum Zeitpunkt der Geburt wächst der Fötus auf eine Länge von etwa 50 cm und ein Gewicht von 3.500 g. Zwischen der 35. SSW und der 37. SSW dreht sich das Kind in Geburtsposition. Das merkst du, wenn die sogenannten Senkwehen einsetzen. Das Kind liegt dann kopfabwärts und sinkt noch etwas tiefer ins Becken. So befindet es sich in der optimalen Position für die Geburt.

 
 

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„Welche Beschwerden können im letzten Schwangerschaftstrimester auftreten?“

 

Im letzten Drittel der Schwangerschaft wird es schwer, denn natürlich merkst du, dass dein Baby in diesem Trimester einen Wachstumsschub macht. In der letzten Phase der Schwangerschaft sind die folgenden Beschwerden nicht unüblich:

 

 

Die Größe des Babys drückt auf deine Organe, worauf Magen-Darm-Beschwerden, Sodbrennen und Kurzatmigkeit folgen können. Sobald sich der Fötus aber in die Geburtsposition gedreht hat und tiefer im Becken liegt, lassen diese Beschwerden etwas nach: Du hast wieder etwas mehr Platz für dich in deinem Körper. Gegen Wassereinlagerungen (Ödeme) hilft es, während der Nacht mit leicht erhöhten Beinen zu schlafen.

 

Um Blutfluss und Kreislauf anzukurbeln kann es außerdem helfen, die Beine abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser abzuduschen. Zusätzlich hilft gelenkschonende Bewegung in Form von Spaziergängen und kleinen Schwimmeinheiten. Sollten die Kreislaufbeschwerden zunehmen, gilt es, sich nicht zu überanstrengen: Füße hoch – und bei starken Beschwerden die betreuende Gynäkologie-Praxis zu kontaktieren.

 

 

„Was bedeuten die Vorwehen im letzten Schwangerschaftsdrittel?“

 

Im letzten Schwangerschaftsdrittel (29. bis 40. SSW) wirst du immer wieder leichte Vorwehen bemerken. Keine Sorge, das bedeutet nicht direkt, dass sich dein Kind sofort auf den Weg macht.

 

Wie fühlen sich Senkwehen an?

 

Wie oben bereits beschrieben, dienen die sogenannten Senkwehen dazu, das Baby in die richtige Position zu bringen. Natürlich nimmt jede schwangere Person diese Wehen unterschiedlich intensiv wahr. Einige Schwangere spüren sie gar nicht, andere müssen sie veratmen.

 

Die Senkwehen machen sich durch ein Ziehen im unteren Rücken oder Unterleib bemerkbar, sie sind also mit Menstruationsschmerzen zu vergleichen. Andere spüren sie bis in die Oberschenkel hinein.

 

Wie fühlen sich Vorwehen an?

 

Die Vorwehen werden von vielen Schwangeren etwas intensiver wahrgenommen als die Senkwehen: Auch sie machen sich durch ein Ziehen im Unterleib oder im unteren Rücken bemerkbar. Der Bauch ist hart und fest. Vorwehen treten meist ab der 36. SSW auf. Sie sind eine Art Gymnastikprogramm für den Uterus: Die Gebärmutter zieht sich zusammen und übt mit diesem Muskeltraining für die Geburt.

 

Wie kann ich Vorwehen und Geburtswehen unterscheiden?

 

Vorwehen treten in unregelmäßigen Abständen auf, während Geburtswehen rhythmisch sind und in einem Abstand von fünf bis sieben Minuten auftreten. Anders als Vorwehen, werden sie im Ruhezustand stärker. Der Körper leitet die Geburt ein und folgende Wehen werden auftreten:

 

  • Eröffnungswehen: Beginn der Geburt
  • Übergangswehen: Während der Geburt
  • Presswehen: Kurz vor Ende der Geburt
  • Nachwehen: Unmittelbar nach der Entbindung

 

Fit & Happy in deiner Schwangerschaft!

„Was muss für die Geburt vorbereitet werden?“

 

Spätestens im dritten Trimester solltest du einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen und den genauen Geburtsplan mit der Hebamme beschließen. Nimm am besten deinen Partner oder deine Partnerin mit, damit auch er oder sie weiß, wie man dich während der Geburt unterstützen kann.

 

Damit du mit dem Einsetzen der Wehen möglichst entspannt der Geburt entgegenblicken kannst, solltest du im dritten Schwangerschaftstrimester ein paar Dinge vorbereiten. Nutze die letzten Wochen deiner Schwangerschaft, um deine Kliniktasche und die des Babys zu packen. Es ist außerdem sinnvoll, wenn dein Partner oder deine Partnerin schon eine gepackte Tasche für sich parat hat. Hier eine kleine Check-Liste:

 

  • Dokumente: Mutterpass, Versichertenkarte, dein Ausweis und der deines Partners oder Partnerin

  • Kliniktasche für Schwangere: Drei Nachthemden, ausreichend Unterwäsche aus Naturfasern, bequeme Kleidung, einen Bademantel, Hygienebinden für Nachblutungen, Flipflops, dicke Socken, Stilleinlagen, Lanolin-Creme (für empfindliche Brustwarzen) und Still-BHs, Körperpflegprodukte und Körperöl, Handyladegerät, bequeme Kleidung für die Heimfahrt

  • Kliniktasche fürs Baby: drei langärmlige Strampler, Socken, Handschuhe, Mütze, Kleidung für die Heimfahrt, Windeln, Babyfeuchttücher

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Über den Autor

Peter König

Peter König

Peter "Piet" König ist führender Experte für Gesundheit und Fitness in der Schwangerschaft.
Er ist zertifizierter medizinischer Fitnesstrainer, ausgebildeter Personal Trainer und staatlich geprüfter Fitnesstrainer mit A-Lizenz.
Der studierte Bewegungs- und Sportwissenschaftler ist mit Herzblut Papa. Als Gründer von pregfit hat er sich der Mission verschrieben, dass Frauen gesund, fit und gut gelaunt ihre Schwangerschaft erleben können.