Erste Schwangerschaftsanzeichen: So erkennst du, ob du schwanger bist!

Beispielbild für erste Schwangerschaftsanzeichen. pregfit
Manche Frauen spüren schon in der Frühschwangerschaft beziehungsweise noch bevor die Menstruation ausbleibt, erste körperliche Symptome und Anzeichen einer Schwangerschaft. Andere wiederum glauben es erst, wenn sie zum wiederholten Male einen positiven Test in der Hand haben. Doch wie fühlen sich diese ersten Schwangerschaftsanzeichen an und ab wann kannst du sicher sein, dass du wirklich schwanger bist? Die Antworten findest du im folgenden Artikel.
In diesem Artikel erfährst Du folgendes

Ab wann treten erste Schwangerschaftsanzeichen auf?

 

Die ersten Schwangerschaftsanzeichen können schon ab der zweiten Woche nach einer erfolgten Befruchtung und Einnistung auftreten.In dieser Zeit beginnt der Körper mit der Produktion des Schwangerschaftshormons HCG. Ab diesem Zeitpunkt kann es auch zu ersten Anzeichen einer Schwangerschaft kommen. Wer seinen Körper sehr gut kennt, kann in den ersten Wochen schon unsichere Symptome für eine Schwangerschaft spüren. Mehr Klarheit kann man sich dann mithilfe eines Schwangerschaftstests verschaffen, wobei ein Test allerdings erst nach dem Ausbleiben der Menstruation Aussagekraft hat.

 

 

Die ersten Symptome für eine Schwangerschaft

 

Die ersten subjektiven Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hinweisen können, sind leicht mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) zu verwechseln. Darüber hinaus sind sie auch sehr individuell und werden von jeder Frau anders erlebt. So spüren manche sehr starke Anzeichen, andere wiederum gar keine Symptome.

 

 

Empfindliche Brüste

 

Ein erstes Schwangerschaftsanzeichen können empfindliche Brüste sein. Die Brust ist dann geschwollen und vergrößert, außerdem sind die Brustwarzen äußerst berührungsempfindlich und können sogar schmerzen. Bei etwa 70 bis 80 Prozent aller schwangeren Frauen tritt dieses Symptom meist schon etwa sieben Tage nach Ausbleiben der Menstruation auf. Frauen, die bereits gestillt haben, leiden hingegen weniger oft an empfindlichen Brüsten. Auch die Brustwarzen können manchmal ihre Form verändern, manchmal werden sie größer und haben aufgrund der verstärkten Pigmentierung auch eine dunklere Farbe.

 

 

Leichte Blutungen

 

Wenn es zu einer Einnistung in die Gebärmutter kommt, so tritt häufig auch eine leichte Blutung auf, die als Nidationsblutung bezeichnet wird. Dabei handelt es sich meist nur um Schlieren oder Tropfen, die hellrot gefärbt sind. Die Blutung ist also eher schwach und nimmt von der Intensität her auch nicht zu. Etwa 50 Prozent aller Schwangeren leidet auch an einem weißen und milchigen Ausfluss, der sich etwa 14 Tage nach der Befruchtung bemerkbar macht. Der Ausfluss sollte keinen unangenehmen Geruch haben und wird aufgrund der stärkeren Durchblutung ausgelöst.

 

 

Leichte Krämpfe

 

Ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen sind ein Ziehen im Beckenbereich sowie menstruationsartige Krämpfe. Diese treten auf, da sich die Gebärmutter im Becken erst richtig einstellen muss und die Beckenknochen die Gebärmutter noch nicht stützen. Darüber hinaus wird der Uterus auch sehr stark durchblutet und durch die starke Belastung der Mutterbänder werden ziehende Schmerzen verursacht. Bei einer Lageveränderung im Liegen oder bei körperlicher Anstrengung können sie sich zudem noch verstärken.

 

 

Müdigkeit

 

Ein äußerst häufiges Schwangerschaftsanzeichen ist auch extreme Müdigkeit, die vor allem in den ersten acht Wochen auftritt. Während einer Schwangerschaft kommt es im Körper zu zahlreichen Stoffwechselveränderungen und der Fokus liegt auf dem Wachstum des Babys. Die Müdigkeit bzw. das Erschöpfungsgefühl verschwinden dann meist um die 12. Schwangerschaftswoche. (Hier gibt es mehr Informationen zum ersten Schwangerschafts-Trimester.)

 

 

Schwindelgefühl

 

Zu den frühen Anzeichen einer Schwangerschaft zählen auch Schwindelgefühle, da der Körper Schwerarbeit leisten muss, um die Plazenta aufbauen zu können. Dafür benötigt er eine erhöhte Menge an Blut, sodass das Blutplasma etwa um 50 Prozent zunimmt, wodurch das Blut verdünnt wird. Schwangere Frauen sind dadurch nicht nur müde, sondern fühlen sich auch schwindlig, da der Blutdruck absinkt.

 

 

Erweiterte Gefäße

 

Eine Schwangerschaft signalisieren können auch erweiterte Gefäße im Genitalbereich, Nagelbett und Gesicht bzw. Krampfadern, was ebenfalls auf eine gesteigerte Durchblutung zurückzuführen ist. Der angenehme Nebeneffekt davon ist, dass die Haut rosig und die Gesichtszüge sehr weich werden.

 

 

Herzklopfen

 

Als weitere mögliche Symptome einer Schwangerschaft gelten Herzklopfen bzw. Übelkeit und Erbrechen. Der Puls ist dann meist sehr stark und man ihn bis in die Fingerspitzen spüren, da das Herz in dieser Zeit mehr Blut befördern muss und viele schwangere Frauen gleichzeitig an einem niedrigen Blutdruck leiden. Kurz vor Ausbleiben der Periode leiden viele Frauen auch an der typischen Übelkeit, diese tritt bei vielen meistens am Morgen auf, anderen ist aber auch bei Tag oder bei Nacht übel.

 

 

Speichelfluss

 

Ein relativ harmloses und normales Symptom ist der verstärkte Speichelfluss, der meist auch in Verbindung mit Erbrechen und Übelkeit auftritt. Zu Beginn einer Schwangerschaft verspüren die Frauen meist auch einen erhöhten Appetit, da der Energiebedarf des Körpers erhöht ist und dieser auch gedeckt werden muss. Durch die Hormonflut kann es aber auch zu einer Veränderung des Geschmackssinns kommen, sodass viele sich vor bestimmten Lebensmitteln ekeln und diese nicht mehr essen wollen, auf andere Dinge hingegen hat man großen Appetit, oftmals auch in einer sehr seltsamen Kombination. Darüber hinaus haben viele schwangere Frauen auch eine Abneigung gegen Alkohol und Zigarettenrauch.

 

 

Geruchsempfindlichkeit

 

Ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen ist eine plötzlich auftretende Geruchsempfindlichkeit. So kann man sonst angenehme Dinge plötzlich nicht mehr riechen, beispielsweise den Geruch von frischem Kaffee, Käse oder rohem Fleisch. Erste Symptome einer Schwangerschaft können aber Stimmungsschwankungen sein, so reagiert man sehr empfindlich, fühlt sich traurig und niedergeschlagen und ist sehr häufig den Tränen nahe. Dann aber kann sich die Stimmung auch sehr schnell wieder ändern und man wird euphorisch und ist gut gelaunt. Solche Verstimmungen treten etwa um die sechste Schwangerschaftswoche auf und sind auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen.

 

 

Harndrang

 

Etwa vierzehn Tage nach Ausbleiben der Menstruation verspüren sehr viele Schwangere auch einen vermehrten Harndrang. Verantwortlich dafür sind ebenfalls hormonelle Veränderungen, außerdem wird der Unterleib stärker durchblutet, wenn sich die befruchtete Eizelle eingenistet hat. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft drückt dann auch die Gebärmutter, die ständig wächst, auf die Blase. Schon zu Beginn einer Schwangerschaft treten auch Verdauungsprobleme auf, die Ursache dafür ist eine erhöhte Progesteron-Produktion, wodurch sich die Darmmuskulatur entspannt und Verstopfung auftreten kann. Typische Symptome sind aber auch Magenbrennen und Blähungen, deren Ursache Schwangerschaftshormone sind.

 

 

 

Bin ich schwanger?

 

Bereits etwa sechs bis neun Tage nach einer erfolgten Befruchtung kann der Frauenarzt mithilfe eines Schwangerschaftstests das Hormon HCG (Human Chorion Gonadotropin) nachweisen. Dieses wird vom weiblichen Körper produziert, sobald es zur Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Schleimhaut der Gebärmutter kommt. Ungefähr sieben Tage später tritt das Hormon dann auch im Urin auf und man kann es mit einem Test aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke auch selbst überprüfen. Allerdings ist dieser nur dann zuverlässig, wenn bei einer Urinprobe am Morgen ein positives Ergebnis auftritt. Ist die Nachweisgrenze des Hormons noch nicht erreicht, so kann der Test auch negativ sein und dennoch eine Schwangerschaft vorliegen. Spätestens sechs Wochen nach dem Auftreten der letzten Menstruation kann man eine Schwangerschaft auch mithilfe einer Ultraschalluntersuchung feststellen.

 

 

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