Blasenschwäche in der Schwangerschaft – das solltest du wissen

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Es passiert beim Niesen, Husten oder einem starken Lachanfall. Es kann ebenfalls vorkommen, wenn Du etwas Schweres heben oder tragen musst. Bei den meisten gehen nur wenige Tröpfchen ab, aber einige verlieren auch eine größere Menge. Die Rede ist von Blasenschwäche in der Schwangerschaft.
In diesem Artikel erfährst Du folgendes

Blasenschwäche in der Schwangerschaft 

 

Schwangerschaft ist etwas Wunderbares, Einzigartiges und nicht umsonst „Wunder der Natur“ genannt. In Deinem Körper wächst ein neuer Mensch heran, der sich durch den größer werdenden Bauch und die manchmal überraschenden Tritte bemerkbar macht. Und auch im Verborgenen passieren derzeit viele Dinge in Deinem Körper, die Dich und Dein Baby bis zur Geburt begleiten. Einige Nebenwirkungen dieser verborgenen Prozesse machen Dir im Laufe der Schwangerschaft mehr oder weniger stark zu schaffen.

Es passiert beim Niesen, Husten oder einem starken Lachanfall. Es kann ebenfalls vorkommen, wenn Du etwas Schweres heben oder tragen musst. Bei den meisten gehen nur wenige Tröpfchen ab, aber einige verlieren auch eine größere Menge.

Die Rede ist von Blasenschwäche in der Schwangerschaft.

Diese Art der Inkontinenz ist jedoch immer noch ein Tabuthema, obwohl beinahe jede zweite Schwangere davon betroffen ist. Wir wollen Dir zeigen, welche Ursachen eine Blasenschwäche in der Schwangerschaft hat, welche Symptome auftreten, ab wann es gefährlich für Dich und Dein Baby wird, und was Du gegen die schwangerschaftsbedingte Inkontinenz tun kannst.

 

 

Was sind die Ursachen für Inkontinenz während der Schwangerschaft?

 

Zunächst einmal, unabhängig von einer Schwangerschaft, nimmt die Muskelmasse im gesamten Körper nach dem 20. Lebensjahr ab. Dies gilt ebenso für den Beckenboden, der den Schließmuskel Deiner Harnröhre unterstützt und verhindert, dass unkontrolliert Urin abgeht. Doch nicht nur das Alter der Betroffenen ist ausschlaggebend, sondern auch der allgemeine Zustand Deines Beckenbodens. Bei vielen Frauen ist eine Inkontinenz auch genetisch veranlagt und tritt besonders heftig während einer Schwangerschaft auf.

Aber nicht nur altersbedingte oder genetisch bedingte Ursachen führen zur Blasenschwäche während der Schwangerschaft.

In dieser besonderen Zeit spielen die Hormone Östrogen und Progesteron eine große Rolle. Sie sorgen unter anderem dafür, dass die Muskeln Deines Beckens sich dehnen und weicher werden, um Platz für das wachsende Baby zu schaffen und die anstehende Geburt zu erleichtern. Dies hat zur Folge, dass die Muskeln im Beckenboden den Urin nicht mehr sicher halten können und immer wieder einige Tropfen entweichen. In extremen Fällen kann es auch vorkommen, dass die Betroffenen größere Mengen Urin auf einmal verlieren.

 

 

Wann treten die Symptome einer Blasenschwäche während der Schwangerschaft auf?

 

Im ersten Drittel der Schwangerschaft berichten sehr viele Frauen von einem starken Harndrang. Das liegt daran, dass gerade zu Beginn der Schwangerschaft die Nieren besonders gut durchblutet werden und entsprechend mehr Urin produzieren. Vor allem müssen Schwangere nun auch nachts aufstehen, um sich zu erleichtern; selbst wenn sie vor der Schwangerschaft von den nächtlichen Toilettenbesuchen befreit waren.

 

Im zweiten Drittel geht der verstärkte Harndrang zurück bis auf Normalniveau, denn die Gebärmutter breitet sich nun nach oben hin aus. Das gibt der Blase wieder Platz und verringert den Druck auf den Schließmuskel Deiner Harnröhre. Nicht umsonst gilt das zweite Drittel einer Schwangerschaft als das Schönste, da in dieser Zeit die meisten Beschwerden gegen null gehen und sich viele Frauen in diesen Monaten besonders wohl fühlen.

 

Im letzten Drittel jedoch kehrt der ständige Harndrang zurück. Das Baby ist nun sehr groß und hat einiges an Gewicht zugelegt. Es ist meist schon tiefer ins Becken gerutscht, um sich auf die nahende Geburt vorzubereiten. Durch diese Faktoren erhöht sich erneut der Druck auf die Blase und, wie zu Beginn der Schwangerschaft, muss Frau nun auch in der Nacht wieder des Öfteren das stille Örtchen aufsuchen.

 

 

Ab wann solltest du zum Arzt?

 

Vermehrter Harndrang ist in der Schwangerschaft also völlig normal und kein Grund zur Besorgnis. Auch die dadurch entstehende leichte und vorrübergehende Inkontinenz ist kein Grund sofort einen Arzt aufzusuchen.

Allerdings gibt es auch Momente, in denen ein Besuch beim Arzt unumgänglich ist, und Du unbedingt auf die Warnsignale Deines Körpers hören solltest. Nicht umsonst sendet er Dir vor allem während einer Schwangerschaft oft eindeutige Hinweise, wenn Du etwas mehr Ruhe und Entspannung benötigst. Genauso achtsam solltest Du sein, wenn Dein Körper Dir beim Wasserlassen durch unmissverständliche Warnsignale deutlich macht, dass etwas nicht stimmt.

 

Bei den folgenden Symptomen solltest Du umgehend Deinen Arzt aufsuchen und Dich auf eine mögliche Blasenentzündung untersuchen und behandeln lassen:

 

Wenn Du noch häufiger als sonst zur Toilette musst und trotz starkem Harndrang nur wenige Tröpfchen herauskommen, solltest Du unbedingt hellhörig werden. Besonders dann, wenn dieser wenige Urin beim Wasserlassen von Brennen und Schmerzen begleitet wird, oder Du sogar Blut im Urin findest, ist ein Arztbesuch dringend notwendig.

Eine Blasenentzündung wird mit Antibiotika behandelt und die Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage ab (sollte dies nicht der Fall sein, ist eine erneute Vorstellung beim Arzt unabdingbar!).

Eine nicht behandelte Blasenentzündung birgt auch Gefahren für Dein Ungeborenes. Wird eine solche Infektion während der Schwangerschaft nicht behandelt, besteht das Risiko von vorzeitigen Wehen, die dann zu Früh- oder Fehlgeburten führen können.

 

Rücksprache mit Deinem Arzt solltest Du ebenfalls halten, wenn auch Monate nach der Geburt und dem gewissenhaft ausgeführten Übungen aus Deinem Rückbildungskurs noch immer keine Besserung Deiner Inkontinenz in Sicht ist. Oft kann hier seitens der Medizin geholfen werden, um wieder unbeschwert Lachen zu können.

 

 

Was kannst Du bei Inkontinenz in der Schwangerschaft tun?

 

Es gibt Slipeinlagen und Binden, die speziell für Blasenschwäche konzipiert sind, welche Du wie herkömmliche Einlagen in Deinem Höschen tragen kannst. Ergänzend dazu kannst Du häufiger als notwendig zur Toilette gehen und Deine Blase entleeren, um so die ausfließende Menge an Urin möglichst gering zu halten.

 

Auch wenn es Betroffenen oft schwer fällt: nicht die Trinkmenge reduzieren!

Sowohl Dein Körper als auch Dein Baby benötigen ausreichend Flüssigkeit. Trinke so viel, wie Du Durst verspürst, und lasse Dich nicht von Deiner Blasenschwäche von einem extra Glas Wasser abhalten.

 

Die beste Antwort, um Inkontinenz zu begegnen, lautet aber noch immer: Bewegung und Sport!

Mit leichten sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Wandern und Walken kannst Du Dein Beckenboden sanft trainieren und die Auswirkungen der Blasenschwäche reduzieren. Achte darauf, dass Du möglichst alle Muskelgruppen durch eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining ansprichst und gleichmäßig kräftigst.

Auch gezielte Übungen zur Stärkung Deiner unteren Region sind hilfreich, um Inkontinenz zu verhindern oder zu lindern. Hier bieten wir Dir verschiedene und perfekt auf Schwangere abgestimmte Trainingspläne an, mit denen Du deinen kompletten Körper fit hältst. Die speziellen Trainingspläne für werdende Mütter stärken Deine Muskeln, halten Dich fit und beugen Rückenschmerzen vor, die auch in der Schwangerschaft nicht selten sind.

Ebenfalls empfehlen wir Dir unser Yoga-Programm, um der Inkontinenz entgegenzutreten und Deine Muskeln auf sanfte Weise zu stärken.

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